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Vor über 16 Jahren im
November 1985 beschloss die Mitgliederversammlung des Jugendrings an den
Rat der Stadt Wup-
pertal den Antrag auf Benennung einer Straße nach Raphael Giveon zu
stellen. Damit wollten die Vertreter der Wupper-
taler Jugendverbände zum Ausdruck bringen, dass das Leben von Raphael
Giveon beispielhaft und
vorbildlich be- sonders für die junge Generation war.
In der Zeit als hauptamtlicher Mitarbeiter der zionistischen
Jugendorganisation trotzte er mit seinem couragiertem Ein- treten für die
Interessen der jüdischen Bevölkerung den willkürlichen Machen- schaften
der Gestapo. Mit seinem muti- gen Engagement rettete er das Leben der
damals heranwachsenden jüdischen Ge- neration, indem er für die
Auswanderung der jungen deutschen Juden nach Pa- lästina warb. Die
Verfolgung und Aus- rottung der jüdischen Mitbürger in der Zeit des
Nationalsozialismus gehört zu den dunkelsten Kapitel der deutschen
Geschichte. Mit der Benennung einer Straße nach einem seiner mutigsten
Ver- treter und bereutesten Persönlichkeiten die diese Stadt
hervorgebracht hat, brin- gen wir zum Ausdruck, das wir all unsere Kraft
dazu aufwenden werden, damit nie wieder ein faschistisches
Regime ihr Un- heil in Wuppertal treiben kann. Die Mit- glieder der
dem Jugendring angeschlos- senen 38 Jugendverbände freuen sich, dass
heute mit der Benennung dieser Straße nach Professor Dr.
Raphael Gi- veon diese
herausragende Persönlichkeit nun nach langen Jahren geehrt wird.
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